Hi, ich bin Annika. Seit dem Jahr 2020 Yogalehrerin. Und Mama.

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Im Jahr 2020 habe ich mich im Private Yoga Institute Frankfurt zur Vinyasa Lehrerin ausbilden lassen (220 Stunden). Ich wollte tiefer eintauchen in die Welt des Yoga: In die Philosophie und Anatomie, in die Lehre der Ausrichtung und der Anpassung (Alignment and Adjustment) und die Erstellung eines Vinyasa Flows. Yoga immer und überall zu praktizieren, ohne groß darüber nachzudenken, was ich mache und wie ich das tue, das war meine Motivation.
Ich wollte die theoretischen Werkzeuge dafür, dass sich mein Körper irgendwann wie von allein bewegt. Die erste Serie des Ashtanga Yoga, die ich in der Ausbildung lernte, war dafür die perfekte Grundlage. Und ich gebe zu – ich brannte auch darauf, durch die intensive Yogapraxis endlich mal so richtig fit zu werden und meinen Körper zu definieren.
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Das erste Mal in meinem Leben hatte ich so etwas wie sportlichen Ehrgeiz. Dieser Aspekt der Ausbildungsmotivation ist dann ganz schnell nebensächlich geworden als klar wurde: Ich bin schwanger und ein wachsender Bauch würde mich in der Ausbildung begleiten. Noch bevor der Babybauch im Weg war und jede Bauchlage unbequem machte, hatte ich weniger Ausdauer, war unsicher, was ich wirklich bedenkenlos machen konnte und sehr viel zurückhaltender in meiner Praxis als sonst. Bauchmuskeln? Habe ich während meiner Ausbildung nicht gewonnen, sondern verloren. Und als wir zu den Posen kamen, die ich immer schon mal üben wollte – Kopfstand, Urdhva Dhanurasana, Skorpion – habe ich nur zugeschaut und mich in Santosha geübt: Mit dem zufrieden sein, was ist. Was die Nachbarin auf ihrer Matte macht, war auf einmal wirklich egal.
Meine Bauchbewohnerin ließ mir keine andere Wahl. Ich hatte plötzlich keinen Vergleich mehr. So kam ich in den Genuss, wirklich ganz bei mir zu sein. Meine Yogapraxis wurde noch intensiver und viel intuitiver. Diese Erfahrung war sehr prägend und eine Motivation für dieses Online-Studio. Im Mai 2021 habe ich die Fortbildung für Prenatal-Yoga abgeschlossen und damit meine ganz persönliche Erfahrung mit Yoga in der Schwangerschaft um theoretisches Wissen vertieft.  Nun weiß ich wie verschiedene Asanas in der Schwangerschaft wirken sowie welche Beschwerden häufig auftreten und wie Yoga dabei helfen kann sie zu lindern. Auch bin ich mit Mudras, Mantren und Tönungsübungen vertraut, die während der Schwangerschaft hilfreich sein können.

Mein Weg zum Yoga

Ich habe 2013 über YouTube zum Yoga gefunden. Akute Rückenschmerzen haben mich dazu gebracht, Übungen für den Rücken zu googeln. Ich stieß auf Yoga und blieb dran. Das war der Sport, den ich immer gesucht hatte: Langsame Bewegungen, der Körper als Gewicht und viel Dehnung. Ich fand es großartig, dass ich meine Sporteinheiten online nach Dauer und körperlichem Fokus selektieren konnte. Es ließ sich gut mit meinem Vollzeitjob und anderen Hobbies kombinieren.

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Irgendwann meldete ich mich dann doch noch im Fitnessstudio an, um auch was für die Ausdauer zu tun. Aber ich landete immer wieder in den Yogaklassen. Hier beeindruckten mich diejenigen, die sich fließend und scheinbar mühelos in den Asanas bewegten. Meine Praxis wurde regelmäßiger. Und erste Erfolgserlebnisse – eine bessere Dehnbarkeit, keine Rückenschmerzen mehr, Kraft in den Armen – weckten einen nicht gekannten sportlichen Ehrgeiz in mir. Gleichzeitig konnte ich immer besser mit Nervosität umgehen – ein ständiger Begleiter in meinen ersten Berufsjahren. Ich lernte, meinen Atem auf Knopfdruck zu beruhigen und gewann abseits der Matte an Souveränität. Yoga war inzwischen nicht mehr aus meinem Leben wegzudenken.

Wann immer ich in den Genuss einer Yogastunde im ganz kleinen Rahmen kam, entfaltete sich die ganze Yoga-Magie für mich: Die Ruhe, die spirituelle Energie, die körperliche Herausforderung. Ich merkte, dass Yoga noch viel mehr Potential für mich bereithielt. Der Drang wuchs, es ganzheitlich in mein Leben zu integrieren und eine Praxis zu etablieren, die mich regelmäßig und wie selbstverständlich begleitet.

Diesen Weg schlug ich – unbewusst – in Indonesien ein. Ich wollte Tauchen lernen und merkte nach ein paar Tagen schweren Herzens: Das ist nichts für mich. Die Ausbildung abzubrechen fiel mir schwer. Ich wollte die Unterwasserwelt sehen und kam keine sieben Meter tief. Frust. Und Abbrechen…sowas mache ich doch nicht. Ich hätte mir wohl sehr viel länger selbst im Weg gestanden, hätte es am Ende unserer Bucht nicht dieses kleine Yogastudio gegeben. Als ich die Besitzerin Tomomi Becot kennenlernte stand für mich fest: Aus dem Tauchurlaub wird ein Yogaurlaub. Ich nahm Privatstunden und kam das erste Mal in den Genuss einer Yogapraxis, die voll und ganz auf meinen individuellen Körper ausgerichtet war. Schwitzend und teils völlig erschöpft kam ich von meinen morgendlichen Einheiten zurück um abends gleich wieder auf die Matte zu gehen – weil es so gut tat. Ab da wusste ich: Yoga wird für mich jetzt mehr, als ein Sport.

Zurück in Frankfurt habe ich mich sofort beim Yogastudio in der Nachbarschaft angemeldet. Mehrmals pro Woche habe ich im herrlich persönlichen Umfeld des Private Yoga Institute Hatha-, Vinyasa- und Yinyoga praktiziert. Und kurz darauf die Ausbildung zur Yogalehrerin begonnen.

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Meine eigene Yogapraxis

Ich versuche täglich mit Yoga in den Tag zu starten, und wenn es nur einige Sonnengrüße sind. Mit Ruhe den Tag zu beginnen und den Körper zu mobilisieren fühlt sich für mich richtig an. Wenn ich ohne Konzept auf die Matte gehe, nutze ich gern die Erste Serie des Asthanga Yoga als Kern meiner Praxis. Manchmal mache ich auch einfach das, was mir gerade in den Sinn kommt und sich gut anfühlt. Ich liebe dynamisches, fließendes Yoga. Wenn die Gedanken leiser werden und das Körpergefühl stärker, weiß ich, dass ich im Flow bin. In der Entspannungsphase darf es für mich auch mal etwas spiritueller werden. Ich liebe die Abwechslung im Yoga. Zurzeit praktiziere ich mehrmals die Woche online in meinem Studio in Frankfurt.

Am liebsten praktiziere ich draußen. Doch ein leerer Raum tut es auch. Je weniger darin ablenkt, desto besser. Auch wenn es mal hektisch zugeht, nehme ich mir immer ein paar Minuten Zeit, meinen Yogaplatz einzurichten. Dabei achte ich darauf, dass es aufgeräumt ist, ich einen schönen Ausblick habe, das Licht indirekt ist und es gut riecht. Und dann geht es los: Namasté

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